Das heißt doch mehr oder weniger nur, dass mehr Wagniskapital zur Verfügung stand.
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Wo kommt das her? Ich spekuliere jetzt einfach mal: daher dass es mehr Überreiche gibt als vorher. Was wiederum eher schlecht für die Bürger ist…
Wo kommt das her? Ich spekuliere jetzt einfach mal: daher dass es mehr Überreiche gibt als vorher. Was wiederum eher schlecht für die Bürger ist…
Das Geld hatten vorher die Bürger und haben es nicht in Startups investiert.
Ist es jetzt gut oder schlecht für die Bürger, dass es neue Unternehmen und Arbeitsplätze gibt?
Noch haben die Bürger Geld. Wie kann man die Bürger motivieren, ihr verbleibendes Geld in Startups zu investieren statt dass die Reichen es sich holen, und den Bürgern helfen, erfolgreiche Startups auszusuchen?
Stimmt, praktisch wenn das Geld der Bürger durch schleichende Enteignung an Überreiche abwandert, die dann die richtigen Entscheidungen für uns ökonomisch Unbedarfte treffen. Per Trickle Down haben wir dann alle was davon. Sehe da überhaupt kein Problem. /s
Genau. Wie also dem zuvorkommen und selber investieren? Die EU will die Investition und wenn der Bürger es nicht macht, wird er weiter schleichend enteignet.
Hot take: Kapitalismus-Todeskult abschaffen und eine Welt schaffen, in der man nicht investieren muss?
Ist momentan nicht sonderlich realistisch, aber noch unrealistischer ist eine Welt, in der man immer weiter investieren und wachsen muss.
Ich bin mir auch sicher, dass diese Startups Dinge machen, die dem Wohl der Allgemeinheit dienen, und wichtige Probleme lösen.
Wenn ich das richtig sehe, ist deren Quelle das hier https://datawrapper.dwcdn.net/Cp2WY/3/
Wirken alles wie sehr anständige und sinnvolle Unternehmen. 3 mal Waffenindustrie, 3 mal irgendwas mit KI, 2 mal irgendwas mit Banking. Genau das, was die Welt noch gebraucht hat.
noch unrealistischer ist eine Welt, in der man immer weiter investieren und wachsen muss.
Das ist Desinformation. Nicht alle können weiter wachsen, aber wenige bis schließlich einer oder eine können es. Es ist ein Wettrennen und die verbleibenden Teilnehmer bleiben motiviert.
Genau das, was die Welt noch gebraucht hat.
Desswegen müssen die Bürger selber investieren, so dass neue Ideen unterstützt werden.
Wirklich, Desinformation? Das ist nicht Desinformation, das sind die Grenzen des Wachstums. Das gilt auch nicht für “wenige” oder “einzelne”, sondern für alle.
Und - das ist jetzt meine persönliche Meinung - ich meine, dass wir keine neuen Ideen brauchen, um unsere Probleme zu lösen. Zumindest nicht in dem Maße, wie es uns der Kapitalismus verkaufen will. So gut wie alle Probleme die wir haben, sind gesellschaftliche oder soziale Probleme, die wir uns selbst geschaffen haben. In vielen Bereichen würde es schon immens helfen, wenn wir einfach weniger machen. Aber das verträgt sich nicht mit ewigem Investieren und Wachsen.
Wirklich, Desinformation?
Ja, weil es dazu verleitet, auf den Zusammenbruch des Kapitalismus zu warten. Der Kapitalismus kann aber bis zum Ende des Universums bestehen bleiben. Mangelnde Resourcen heisst nur, dass nicht alle immer mehr bekommen können. Das war die Lüge der alten Republik, dass alle mehr bekamen, auch wenn die Arbeiter langsam entmachtet wurden.
dass wir keine neuen Ideen brauchen, um unsere Probleme zu lösen.
Wir brauchen neue Ideen, wie man die Mehrheit überzeugen kann, das Weniger politisch durchzusetzen.
Zwei Punkte:
- Der “Bürger” möchte nicht investieren, er möchte was für sein Leben auf der hohen Kante haben.
Hoch-Risiko-Anlagen sind daher nicht arg beliebt. Wir sind schon jetzt in der Situation, dass viele, die sich auf Ihre ETFs verlassen, im schlimmsten Fall dumm da stehen, wenn sie kurzfristig Geld benötigen und die Kurse gerade mal wieder abgesackt sind. Und ETFs sind ja sogar noch vergleichsweise wenig riskant.
- Der “Bürger” hat keine hohen Geldmengen zum investieren, er kann also nicht mal eben mit einem Unternehmen in Gespräche gehen und sich sinnvolle Konditionen aushandeln. Dann bleibt nur, jemandem das Geld zu geben, der dann gesammelt in größerer Menge eine Verhandlungsposition aufbauen kann, und das wird auch wieder ein Unternehmen sein. Das ändert die Situation nicht wirklich, am Ende hat der “Bürger” kaum Einfluß auf seine Investition, trägt dabei aber das volle Risiko.
Und zuletzt meine eigene Meinung: “Investieren” oder noch schlimmer “Investor” sind Unwörter, die aus dem anglo-amerikanischen Raum unreflektiert übernommen wurden und werden hier inzwischen gerne inflationär für viele Situationen verwendet, die mit investieren gar nichts zu tun haben.
Im Privatbereich sollten wir besser weiterhin von Geldanlage sprechen, von mir aus auch von sparen.
Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" — Warren Buffett
Der Bürger muss leider seine bequeme Position aufgeben, wenn er nicht verarmen möchte.
Dann bleibt nur, jemandem das Geld zu geben, der dann gesammelt in größerer Menge eine Verhandlungsposition aufbauen kann
Da müssen wir eine Lösung finden.
Wieso bequeme Position. Die neoliberale Scheiße, die uns in diese Position gebracht hat, ist keine Naturkonstante. Sie ist u.A. durch die Politik gefördert entstanden und kann genauso durch die Politik wieder zurückgedrängt werden.
Wenns ganz dumm läuft, kann sie auch ohne Politik, mit Gewalt verändert werden, aber das will eigentlich niemand.
Und jetzt “investieren” durch Otto-Normalverbraucher als Lösung darzustellen, ist schon eine Verhöhnung diesen gegenüber, denn gerade durch das Ungleichgewicht der finanziellen Mittel hat der “Bürger” gegen die großen Unternehmen beim investieren gar keine Chance. In den meisten Fällen befeuert man das Ganze damit auch noch, indem die begrenzten Mittel an irgendeiner Stelle auch wieder bei den Großen landen.
Wieso bequeme Position.
Einmal alle vier Jahre ein Kreuzchen machen bei der CDU und das Geld in Indexfonds investieren ist bequem, aber auch eine Falle.
und kann genauso durch die Politik wieder zurückgedrängt werden.
Kann, aber wird nicht. Das ist das Problem.
kann sie auch ohne Politik, mit Gewalt verändert werden
Maximal noch zwei Jahre bis die Drohnen fertig sind. Aber dank Bild, ÖRR und Meta wird kaum einer auf die Idee kommen, selbst wenn die Demokratie vorbei ist.
gerade durch das Ungleichgewicht der finanziellen Mittel hat der “Bürger”
Alle zusammen sind aber relevant.
begrenzten Mittel an irgendeiner Stelle auch wieder bei den Großen landen.
Das muss man im Blick behalten.
Wenn wir als Gesellschaft nicht völlig entmachtet werden wollen, müssen wir etwas unternehmen. Bewusst investieren halte ich für die bequemste Lösung.
Ist übrigens eine schöne Korrekturstatistik für diese stetige Weltuntergangsstimmung hier und v.a. auf Reddit, nach der wir uns als Land ja kollektiv auf dem absteigenden Ast befinden, in einer vergreisenden Gerontokratie sind und der einzige Wachstumssektor die Versklavung der jungen Generation durch die Alten ist.
Juckt.
Ohne Scheiss, solang der Großteil der Bevölkerung gucken muss, wie er den Haushalt zusammenhält ist das halt so dermaßen Banane. Von dem Kreiswichsen der Wirtschaftselite kann ich mir auch nix kaufen.
Eben das. Wirtschaftliche Kennzahlen sind so egal, wenn nichts davon bei der Bevölkerung ankommt. Und bei diesen “wertvollen” Startups sowieso, weil die von vorneherein nur gegründet werden, um eine Idee zu entwickeln und wieder verkauft zu werden.
Es gibt gefühlt sehr viele Berichte über die Wirtschaftsprobleme in Deutschland. Mehr große Startups sind ein gutes Zeichen, dass diese Probleme auf einige Bereiche beschränkt sind. Wir sehen gerade also eher einen Umbau der Wirtschaft in Deutschland weg vom Verbrenner und fossilen und hin zu mehr Dienstleistung.
Wow, das hilft ja wirklich, dass die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands nur die Arbeiterklasse betreffen. Das macht richtig Hoffnung.
Die Reallöhne sind am Wachsen und mittlerweile auf Vor-Coronaniveau und die Arbeitslosigkeit ist stabil. Sprich wir haben eigentlich recht gute Trends für die Arbeiterklasse. Das Problem ist eher, dass Merz gerade die Krise braucht um seine grauenhaften Reformen durchzubekommen. Die werden die Arbeiterklasse auch hart treffen. Deshalb werden die Wirtschaftsprobleme von der Presse zusammengeschrieben.
Zeig mal bitte ein paar Quellen für die Reallöhne, ich seh das nicht.
Und dann kannst du gerne nochmal erklären, was Startups mit Fantasiebewertungen damit zu tun haben.





