Der “Bürger” möchte nicht investieren, er möchte was für sein Leben auf der hohen Kante haben.
Hoch-Risiko-Anlagen sind daher nicht arg beliebt. Wir sind schon jetzt in der Situation, dass viele, die sich auf Ihre ETFs verlassen, im schlimmsten Fall dumm da stehen, wenn sie kurzfristig Geld benötigen und die Kurse gerade mal wieder abgesackt sind. Und ETFs sind ja sogar noch vergleichsweise wenig riskant.
Der “Bürger” hat keine hohen Geldmengen zum investieren, er kann also nicht mal eben mit einem Unternehmen in Gespräche gehen und sich sinnvolle Konditionen aushandeln. Dann bleibt nur, jemandem das Geld zu geben, der dann gesammelt in größerer Menge eine Verhandlungsposition aufbauen kann, und das wird auch wieder ein Unternehmen sein. Das ändert die Situation nicht wirklich, am Ende hat der “Bürger” kaum Einfluß auf seine Investition, trägt dabei aber das volle Risiko.
Und zuletzt meine eigene Meinung:
“Investieren” oder noch schlimmer “Investor” sind Unwörter, die aus dem anglo-amerikanischen Raum unreflektiert übernommen wurden und werden hier inzwischen gerne inflationär für viele Situationen verwendet, die mit investieren gar nichts zu tun haben.
Im Privatbereich sollten wir besser weiterhin von Geldanlage sprechen, von mir aus auch von sparen.
Wieso bequeme Position. Die neoliberale Scheiße, die uns in diese Position gebracht hat, ist keine Naturkonstante. Sie ist u.A. durch die Politik gefördert entstanden und kann genauso durch die Politik wieder zurückgedrängt werden.
Wenns ganz dumm läuft, kann sie auch ohne Politik, mit Gewalt verändert werden, aber das will eigentlich niemand.
Und jetzt “investieren” durch Otto-Normalverbraucher als Lösung darzustellen, ist schon eine Verhöhnung diesen gegenüber, denn gerade durch das Ungleichgewicht der finanziellen Mittel hat der “Bürger” gegen die großen Unternehmen beim investieren gar keine Chance. In den meisten Fällen befeuert man das Ganze damit auch noch, indem die begrenzten Mittel an irgendeiner Stelle auch wieder bei den Großen landen.
Einmal alle vier Jahre ein Kreuzchen machen bei der CDU und das Geld in Indexfonds investieren ist bequem, aber auch eine Falle.
und kann genauso durch die Politik wieder zurückgedrängt werden.
Kann, aber wird nicht. Das ist das Problem.
kann sie auch ohne Politik, mit Gewalt verändert werden
Maximal noch zwei Jahre bis die Drohnen fertig sind. Aber dank Bild, ÖRR und Meta wird kaum einer auf die Idee kommen, selbst wenn die Demokratie vorbei ist.
gerade durch das Ungleichgewicht der finanziellen Mittel hat der “Bürger”
Alle zusammen sind aber relevant.
begrenzten Mittel an irgendeiner Stelle auch wieder bei den Großen landen.
Das muss man im Blick behalten.
Wenn wir als Gesellschaft nicht völlig entmachtet werden wollen, müssen wir etwas unternehmen. Bewusst investieren halte ich für die bequemste Lösung.
Zwei Punkte:
Hoch-Risiko-Anlagen sind daher nicht arg beliebt. Wir sind schon jetzt in der Situation, dass viele, die sich auf Ihre ETFs verlassen, im schlimmsten Fall dumm da stehen, wenn sie kurzfristig Geld benötigen und die Kurse gerade mal wieder abgesackt sind. Und ETFs sind ja sogar noch vergleichsweise wenig riskant.
Und zuletzt meine eigene Meinung: “Investieren” oder noch schlimmer “Investor” sind Unwörter, die aus dem anglo-amerikanischen Raum unreflektiert übernommen wurden und werden hier inzwischen gerne inflationär für viele Situationen verwendet, die mit investieren gar nichts zu tun haben.
Im Privatbereich sollten wir besser weiterhin von Geldanlage sprechen, von mir aus auch von sparen.
Der Bürger muss leider seine bequeme Position aufgeben, wenn er nicht verarmen möchte.
Da müssen wir eine Lösung finden.
Wieso bequeme Position. Die neoliberale Scheiße, die uns in diese Position gebracht hat, ist keine Naturkonstante. Sie ist u.A. durch die Politik gefördert entstanden und kann genauso durch die Politik wieder zurückgedrängt werden.
Wenns ganz dumm läuft, kann sie auch ohne Politik, mit Gewalt verändert werden, aber das will eigentlich niemand.
Und jetzt “investieren” durch Otto-Normalverbraucher als Lösung darzustellen, ist schon eine Verhöhnung diesen gegenüber, denn gerade durch das Ungleichgewicht der finanziellen Mittel hat der “Bürger” gegen die großen Unternehmen beim investieren gar keine Chance. In den meisten Fällen befeuert man das Ganze damit auch noch, indem die begrenzten Mittel an irgendeiner Stelle auch wieder bei den Großen landen.
Einmal alle vier Jahre ein Kreuzchen machen bei der CDU und das Geld in Indexfonds investieren ist bequem, aber auch eine Falle.
Kann, aber wird nicht. Das ist das Problem.
Maximal noch zwei Jahre bis die Drohnen fertig sind. Aber dank Bild, ÖRR und Meta wird kaum einer auf die Idee kommen, selbst wenn die Demokratie vorbei ist.
Alle zusammen sind aber relevant.
Das muss man im Blick behalten.
Wenn wir als Gesellschaft nicht völlig entmachtet werden wollen, müssen wir etwas unternehmen. Bewusst investieren halte ich für die bequemste Lösung.